Die Welt · Zum Buch

Cover: De Collectoribus et Dominis

Gesamtband 23 · Paginae de Parcae 9

De Collectoribus et Dominis

Nachlese · Figuren, Orte, Gegenstände und Handlungsstationen

Auf einer Insel in Carcosa gewinnt Caspian seine Kraft zurück und plant mit zwei Gefangenen die Flucht. Doch ihre Erinnerungen und Persönlichkeiten verändern sich. Seine Hilfe wird zur Gefahr, und hinter den gemeinsamen Auswegen steht ein Wesen, das seine eigenen Absichten verfolgt.

Die Illustrationen lassen deiner Vorstellung Raum.

Nachlese · bis zum Ende von Gesamtband 23

Du siehst Entwicklungen und Originalzitate aus diesem Buch. Spätere Bände werden hier nicht vorweggenommen.

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01 · Menschen

Die Figuren dieses Buchs

Mit Entwicklungen und Originalzitaten aus diesem Band.

Malerische Porträtinterpretation: Caspian de Varelli
Caspian · bekannte Porträtinterpretation; sein Körper gewinnt im Lauf dieses Bands deutlich an Kraft
Deine Vorstellung bleibt deine.

Hilfe annehmen, Kraft gewinnen

Caspian de Varelli

Verletzt, erschöpft und noch gefesselt erreicht Caspian Carcosa. Osver und Livhilde nehmen ihn auf. Er braucht Wasser, Essen und einen Schlafplatz – und muss Menschen vertrauen, die selbst nicht wissen, ob sie diesen Ort je verlassen können.

In diesem Band

Aus gemeinsamer Arbeit wird eine Freundschaft, die nur Caspian über die Veränderungen der Inselbewohner hinweg erinnert. Er überlebt zwei eigene Ertrinkungstode, gewinnt durch Nahrung, Arbeit und Training Kraft und scheitert mehrfach daran, Osver und Livhilde fortzubringen. Im Wald ist er zugleich Helfer und auf Hilfe angewiesen. Beim Sammler verlangt er Aufklärung über den Preis der Pakte. Zuletzt arbeitet er in Steinbrücke für Essen und einen trockenen Schlafplatz. Rußhof und Eisenburg liegen noch vor ihm.

„Ich kann Euch nicht nach dem fragen, dessen Namen ich noch nicht kenne.“

Caspian de Varelli · De Collectoribus et Dominis · Kapitel 64 · Mit offenen Karten

Im Roman: Kapitel 1 · Eine Tür, hinter der jemand lebt; Kapitel 20 · Zwei Männer auf dem Wasser; Kapitel 21 · Die fremde Hand; Kapitel 41 · Das Gesicht am Wasser; Kapitel 48 · Das lose Ende; Kapitel 49 · Was er nicht tun wollte; Kapitel 50 · Die andere Seite; Kapitel 52 · Der Junge, der weiterwollte; Kapitel 57 · Der Mann, der abbog; Kapitel 64 · Mit offenen Karten; Kapitel 65 · Eine Straße für den nächsten Tag.

Malerische Porträtinterpretation: Osver
Osver · Porträtinterpretation
Deine Vorstellung bleibt deine.

Ein Gefährte mit wechselnden Erinnerungen

Osver

Osver hilft dem fremden Mann auf der Straße, ohne einfach über dessen verletzten Körper zu verfügen. Seine breiten Schultern und geschickten Hände passen zu den vielen Arbeiten, die auf der Insel täglich anfallen. Mit Caspian entsteht ein gemeinsamer Fluchtplan.

In diesem Band

Nach dem Untergang des Floßes lebt Osver wieder, erkennt Caspian aber nicht mehr. Später erzählt er ein Apothekerleben, dann ein Lehrerleben; keine dieser Biografien ist unabhängig bestätigt. Der Arzneiversuch endet tödlich. In der nächsten Phase wird er gewalttätig und tötet Livhilde. Seine Behauptung, Menschen gegessen zu haben, bleibt unbewiesen. Auch nach dem weitgehenden Verlust seiner Sprache besitzt er Vorlieben und handelt selbst. Caspian lässt ihn zuletzt lebend mit Livhilde auf der Insel zurück. Sein Körper bleibt erkennbar; Erinnerungen und Persönlichkeit wechseln.

„Ich höre mich gelegentlich lieber sprechen, als ich zuhören sollte.“

Osver · De Collectoribus et Dominis · Kapitel 21 · Die fremde Hand

Im Roman: Kapitel 1 · Eine Tür, hinter der jemand lebt; Kapitel 20 · Zwei Männer auf dem Wasser; Kapitel 21 · Die fremde Hand; Kapitel 30 · Bis zum Morgen; Kapitel 31 · Wer hat dich hereingelassen?; Kapitel 39 · Der gedeckte Platz; Kapitel 41 · Das Gesicht am Wasser; Kapitel 50 · Die andere Seite.

Malerische Porträtinterpretation: Livhilde
Livhilde · Porträtinterpretation
Deine Vorstellung bleibt deine.

Gastfreundschaft mit eigenen Grenzen

Livhilde

Livhilde findet Caspian auf der Straße, schneidet seine Fesseln auf und gibt ihm zu essen. Ihre Hilfe bedeutet nicht, dass sie auf Fragen, Vorräte oder ihren eigenen Rückzugsraum verzichtet. Sie möchte wissen, welche Gefahr der Fremde mitgebracht haben könnte.

In diesem Band

Livhilde verändert sich ebenso wie Osver, obwohl sie beim ersten Floßversuch an Land bleibt. Sie sucht eigene Räume, erinnert eine Arbeit in der Apotheke und später als Lehrerin, möchte schreiben und selbst entscheiden. Sie stirbt nach dem Arzneiversuch und später durch Osvers Gewalt; bei ihrer erneuten Begegnung mit Caspian fehlen ihr große Teile der Sprache und Erinnerung. Dennoch wählt sie, wehrt ab, nimmt Hilfe an und pflegt Nähe. Caspian erzwingt den Weg durch die Unterwassertür schließlich nicht. Beim Abschied lebt sie mit Osver auf der Insel.

„Heute liegt Ihr da. Morgen sehen wir Euer Bein an. Ich habe noch nicht für alle Tage entschieden.“

Livhilde · De Collectoribus et Dominis · Kapitel 1 · Eine Tür, hinter der jemand lebt

Im Roman: Kapitel 1 · Eine Tür, hinter der jemand lebt; Kapitel 21 · Die fremde Hand; Kapitel 30 · Bis zum Morgen; Kapitel 31 · Wer hat dich hereingelassen?; Kapitel 32 · Eine ordentliche Mahlzeit; Kapitel 39 · Der gedeckte Platz; Kapitel 41 · Das Gesicht am Wasser; Kapitel 49 · Was er nicht tun wollte; Kapitel 50 · Die andere Seite.

Malerische Porträtinterpretation: Der Junge, der sich Prinz nennt
Der Junge, der sich Prinz nennt · Porträtinterpretation
Deine Vorstellung bleibt deine.

Ein eigener Weg durch eine vertraute Geschichte

Der Junge, der sich Prinz nennt

Im Wald begegnet Caspian einem Jungen, der auf der Suche nach einem einzigen Apfel ist. Er nennt sich Prinz. Caspian erkennt die Geschichte wieder, kennt deshalb aber weder jeden Weg noch den Menschen, der nun vor ihm steht.

In diesem Band

Der Junge teilt Brot, Wasser und seinen Umhang. Er widerspricht Caspian, hilft ihm und findet ihn wieder, nachdem Caspian einer Erscheinung Isadoras gefolgt ist. Am Baum pflückt und isst er den Apfel selbst; ein Wunder wird nicht beobachtet. Er möchte seinem Vater Fragen stellen, ohne dessen Antwort schon für unfehlbar zu halten. Auf dem Weiterweg verschwindet er. Ob er nach Hause gelangt, wer er ist und was der Sammler mit seinem Weg zu tun hat, wird nicht geklärt.

„Wenn ich ihn frage, kann mein Vater immer noch etwas Falsches sagen.“

Der Junge, der sich Prinz nennt · De Collectoribus et Dominis · Kapitel 59 · Ein einziger Apfel

Im Roman: Kapitel 52 · Der Junge, der weiterwollte; Kapitel 57 · Der Mann, der abbog; Kapitel 59 · Ein einziger Apfel; Kapitel 60 · Was von der Geschichte blieb.

Malerische Porträtinterpretation: Das Bild Isadoras
Isadoras kindliches Abbild · Bildinterpretation einer ungeklärten Erscheinung in Carcosa; keine Darstellung ihres heutigen Alters oder Aufenthaltsorts
Deine Vorstellung bleibt deine.

Ein kindliches Abbild in Carcosa

Das Bild Isadoras

Caspian begegnet dem Gesicht seiner Schwester im Wald und später im Schloss. Die vertrauten Gesten und die Freude über ihr Wiedersehen machen es ihm schwer, bei den Menschen und Aufgaben seines gegenwärtigen Weges zu bleiben.

In diesem Band

Er folgt einem Isadora-Bild über die Grenze hinaus, die er dem Jungen versprochen hat, und muss sich von ihm zurückführen lassen. Im Schloss sitzt eine kindliche Isadora an einer Papierfalte. Die Erscheinungen beweisen weder eine Heimkehr der wirklichen Schwester noch ihren heutigen Aufenthaltsort, ihr Alter oder ihr Befinden.

„Du fragst immer nur.“

Das Bild Isadoras · De Collectoribus et Dominis · Kapitel 51 · Nach der anderen Seite

Im Roman: Kapitel 51 · Nach der anderen Seite; Kapitel 57 · Der Mann, der abbog; Kapitel 61 · Das Haus, das ihn erwartete.

Malerische Porträtinterpretation: Der andere Caspian
Der andere Caspian · dasselbe Gesicht als bewusste Porträtannäherung; kein Bild seines aktuellen körperlichen Zustands
Deine Vorstellung bleibt deine.

Ein König, der fortwill

Der andere Caspian

Der andere Caspian sitzt im Schloss, das sein Zuhause sein sollte. Er erkennt seinen Besucher wieder. Die Rolle des Königs schützt ihn weder vor Schmerzen noch davor, gegen seinen Willen bleiben zu müssen.

In diesem Band

Gemeinsame Fluchtversuche führen zurück in denselben Raum oder enden an seiner Schwäche. Er beschreibt wiederkehrende Schmerzen und hält an dem Wunsch fest, hinauszukommen. Sein früheres Versprechen, niemanden zu opfern, war ernst gemeint; die Gefangenschaft macht es ihm nicht leichter, daran festzuhalten. Er fordert, über mögliche Wege informiert zu werden. Caspian bietet ihm einen unsicheren Tresorweg an, keine bereits bewiesene Rettung.

„Ich habe es gemeint. Ich habe jedes Wort gemeint. Glaubst du, das macht es hier leichter?“

Der andere Caspian · De Collectoribus et Dominis · Kapitel 62 · Das Szepter

Im Roman: Kapitel 62 · Das Szepter; Kapitel 63 · Was eine Welt verbraucht; Kapitel 64 · Mit offenen Karten.

Malerische Porträtinterpretation: Der Sammler
Der Sammler · Porträtinterpretation
Deine Vorstellung bleibt deine.

Wissen, Preis und zurückgehaltene Antworten

Der Sammler

Das Wesen begegnet Caspian weiterhin mit dem Gesicht Aldrics. Die vertrauten Züge machen es nicht zu seinem Vater. Es kennt Wege und Zusammenhänge, die es Caspian nur in Teilen offenlegt.

In diesem Band

Der Sammler beschreibt Carcosa als seine Schattenschwelle und den König als Gefäß für einen geplanten Übergang. Der Preis soll die endgültige Kraft von Gefangenen sein. Caspian handelt für neu hergebrachte Menschen Aufklärung und Rücktritt bis zur Kraftverwendung aus. Die vorhandenen Gefangenen sind dadurch nicht geschützt; die Einhaltung des Versprechens ist noch unerprobt. Auch der behauptete Preis weiterer Carcosa-Besuche lässt sich für Caspian nicht messen. Über den Jungen und die Veränderungen der Inselbewohner bleibt vieles unbeantwortet.

„Sie müssen den Pakt eingehen wollen.“

Der Sammler · De Collectoribus et Dominis · Kapitel 64 · Mit offenen Karten

Im Roman: Kapitel 60 · Was von der Geschichte blieb; Kapitel 61 · Das Haus, das ihn erwartete; Kapitel 63 · Was eine Welt verbraucht; Kapitel 64 · Mit offenen Karten.

02 · Schauplätze

Wo die Geschichte spielt

Malerische Bildinterpretation: Die Insel in Carcosa
Die Insel in Carcosa · Bildinterpretation

Die Insel in Carcosa

Haus, Ufer und Wasser geben dem langen Inselaufenthalt seinen alltäglichen Rahmen. Das Floß wird gemeinsam gebaut und geht auf dem Wasser unter. Später findet Caspian eine unverschlossene Tür unter der Wasserfläche. Ob sie schon immer in dieser Gestalt vorhanden war, kann er selbst nicht wissen. Nachdem seine Versuche scheitern, die beiden anderen mitzunehmen, geht er allein hindurch. Osver und Livhilde leben beim Abschied; ihre spätere Rettung wird nicht gezeigt.

Im Roman: Kapitel 1 · Eine Tür, hinter der jemand lebt; Kapitel 20 · Zwei Männer auf dem Wasser; Kapitel 21 · Die fremde Hand; Kapitel 46 · Nichts hielt sie zu; Kapitel 48 · Das lose Ende; Kapitel 49 · Was er nicht tun wollte; Kapitel 50 · Die andere Seite.

Malerische Bildinterpretation: Der Wald und der Apfelbaum
Der Wald und der Apfelbaum · Bildinterpretation

Der Wald und der Apfelbaum

Caspian und der Junge müssen ihren Weg gemeinsam finden. Das Wissen um eine Fabel ersetzt weder Nahrung noch eine sichere Querung. Der Junge wird selbst zum Helfer und weist auf gebrochene Zusagen hin. Auf einer Lichtung steht der Baum mit dem einzigen Apfel. Die Frucht wird gegessen, ohne dass die erhoffte Veränderung sichtbar wird. Der weitere Weg führt nicht zu einer bestätigten Heimkehr des Jungen.

Im Roman: Kapitel 50 · Die andere Seite; Kapitel 51 · Nach der anderen Seite; Kapitel 52 · Der Junge, der weiterwollte; Kapitel 57 · Der Mann, der abbog; Kapitel 59 · Ein einziger Apfel; Kapitel 60 · Was von der Geschichte blieb.

Malerische Bildinterpretation: Das Schloss des Sammlers
Das bekannte Schlossmotiv · Bildinterpretation, keine maßstäbliche Darstellung seiner veränderlichen Räume

Das Schloss des Sammlers

Der andere Caspian lebt hier als König und Gefangener. Ein gemeinsam gegangener Weg führt in denselben Raum zurück. Die Gespräche über den Sammler, den Preis des Übergangs und die Bedingungen neuer Pakte gehören zu einem zusammenhängenden Schlossbesuch. Caspian verlässt ihn mit Buch, Schlüssel, Münze und verschlossenem Tonkrug. Ein Ausbruch des Sammlers findet in diesem Band nicht statt.

Im Roman: Kapitel 61 · Das Haus, das ihn erwartete; Kapitel 62 · Das Szepter; Kapitel 63 · Was eine Welt verbraucht; Kapitel 64 · Mit offenen Karten.

Malerische Bildinterpretation: Steinbrücke
Landstraßenmotiv · visuelle Annäherung an die gewöhnliche Welt, keine genaue Ansicht Steinbrückes

Steinbrücke

Bei einer namenlosen Bäckerei trägt Caspian Säcke vom Wagen in den trockenen Raum, hilft beim Umstellen und erhält Essen sowie einen Schlafplatz unter dem seitlichen Dach. Er hat kein gewöhnliches Geld. Für den nächsten Tag plant er den Weg nach Rußhof und später weiter nach Eisenburg. Beide Ziele bleiben am Ende dieses Bands noch unerreicht.

Im Roman: Kapitel 65 · Eine Straße für den nächsten Tag.

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03 · Dinge

Gegenstände im Roman

Malerische Bildinterpretation: Die Paginae de Parcae
Die Paginae de Parcae · Bildinterpretation

Die Paginae de Parcae

Das körperliche Buch bleibt Caspians Begleiter. Den Schlüssel sichert er zwischen den Seiten unter dem Riemen. Bei seinen gescheiterten Wasserfluchten bewahrt er Buch und Münze an Land auf. Als er selbst durch die Unterwassertür geht, nimmt er sie im geschützten Bündel mit. Die Seiten sind danach trocken. Zuletzt liegt das Buch in der neuen Tasche. Es ist nicht das alte Fabelbuch, aus dem er die Apfelgeschichte kennt.

Im Roman: Kapitel 1 · Eine Tür, hinter der jemand lebt; Kapitel 21 · Die fremde Hand; Kapitel 30 · Bis zum Morgen; Kapitel 41 · Das Gesicht am Wasser; Kapitel 50 · Die andere Seite; Kapitel 57 · Der Mann, der abbog; Kapitel 64 · Mit offenen Karten.

Malerische Bildinterpretation: Der Schlüssel zum roten Tresor
Der Schlüssel zum roten Tresor · Bildinterpretation

Der Schlüssel zum roten Tresor

Caspian besitzt weiterhin den Eisenburger Schlüssel. Die Zuordnung der beiden Schlüssel zu Eisenburg und Krasnoyang kennt er bereits aus Lyras Bericht. Der Sammler bestätigt, dass eine einzelne Öffnung nicht genügt. Caspian hat damit noch keinen sicheren Plan, beide Schlüssel zugleich an den richtigen Orten einzusetzen. Kein Tresor wird geöffnet und dem anderen Caspian wird kein zweiter Schlüssel übergeben.

Im Roman: Kapitel 61 · Das Haus, das ihn erwartete; Kapitel 62 · Das Szepter; Kapitel 64 · Mit offenen Karten.

Malerische Bildinterpretation: Die Zweifalkenmünze
Die Zweifalkenmünze · Bildinterpretation

Die Zweifalkenmünze

Die Münze zeigt weiterhin die beiden Falken und bleibt von gewöhnlichem Geld getrennt. Der Sammler fordert Caspian auf, sie bei einem Rückkehrwunsch zu zeigen und zu rufen: So könne er ihn finden. Eine Wegöffnung hängt weiterhin vom Sammler und der Möglichkeit eines Weges ab. Caspian erprobt diesen Ruf nach seiner Rückkehr nicht. In Steinbrücke verwendet er die Münze auch nicht zum Bezahlen.

Im Roman: Kapitel 41 · Das Gesicht am Wasser; Kapitel 50 · Die andere Seite; Kapitel 61 · Das Haus, das ihn erwartete; Kapitel 64 · Mit offenen Karten; Kapitel 65 · Eine Straße für den nächsten Tag.

Malerische Bildinterpretation: Der Tonkrug des Sammlers
Der Tonkrug des Sammlers · Bildinterpretation

Der Tonkrug des Sammlers

Ein kleiner dunkler Tonkrug mit Henkel, ungleichmäßigem Rand und einer helleren Spur an der Seite. Beim Ausgießen verschwindet das Wasser, der Boden bleibt trocken und der Füllstand unverändert. Nach Aussage des Sammlers ermöglicht der Trank einen schlafähnlichen Hörkontakt; das Trinken allein begründet keinen Pakt. Caspian nimmt den verschlossenen, gepolsterten Krug mit. In Steinbrücke bleibt er verborgen in der Tasche. Niemand wird damit angeworben oder daraus versorgt.

Im Roman: Kapitel 64 · Mit offenen Karten; Kapitel 65 · Eine Straße für den nächsten Tag.

04 · Fragen dieses Romans

Erinnerung, Hilfe und Selbstbestimmung

Was bleibt von einer gemeinsamen Geschichte?

Osver und Livhilde erinnern die Gemeinschaft nicht mehr; Caspian erinnert sie allein. Ihre Körper bleiben erkennbar, ihre Vorstellungen von sich verändern sich. Der Verlust macht die erste Freundschaft nicht unwahr. Er gibt Caspian aber auch kein Recht, die Gegenwart der beiden nach seinen Erinnerungen zu formen.

Im Roman: Kapitel 1 · Eine Tür, hinter der jemand lebt; Kapitel 21 · Die fremde Hand; Kapitel 41 · Das Gesicht am Wasser; Kapitel 50 · Die andere Seite; Kapitel 65 · Eine Straße für den nächsten Tag.

Eine Rettung kann in Gewalt umschlagen

Als Caspian einen Ausgang findet, fehlen Osver und Livhilde die Voraussetzungen, seinen Plan zu verstehen. Seine Stärke könnte ihre Gegenwehr überwinden. Nach misslungenen Versuchen lässt er Livhildes Hände los, statt sie durch die Tür zu zwingen. Der Abschied löst den Konflikt nicht: Er lässt zwei lebende Menschen zurück, die er retten wollte.

Im Roman: Kapitel 1 · Eine Tür, hinter der jemand lebt; Kapitel 46 · Nichts hielt sie zu; Kapitel 48 · Das lose Ende; Kapitel 49 · Was er nicht tun wollte; Kapitel 50 · Die andere Seite.

Das Wissen um eine Geschichte reicht nicht

Caspian kennt das Ende der Apfelfabel und irrt dennoch auf dem konkreten Weg. Der Junge ist kein bloßes Beispiel für seine Einsicht: Er hat Wünsche, widerspricht, hilft und verlangt die Einhaltung von Zusagen. Am Ende bleibt selbst seine Herkunft offen.

Im Roman: Kapitel 52 · Der Junge, der weiterwollte; Kapitel 57 · Der Mann, der abbog; Kapitel 59 · Ein einziger Apfel; Kapitel 60 · Was von der Geschichte blieb.

Ein Ja braucht mehr als ein Angebot

Caspian verlangt vor dem Trinken die Aufklärung über endgültigen Seelenverlust und ein Rücktrittsrecht für neu hergebrachte Menschen bis zur Kraftverwendung. Das Versprechen des Sammlers ist noch nicht praktisch überprüft. Die vorhandenen Gefangenen bleiben dem geplanten Verbrauch ausgesetzt. Eine ausgehandelte Grenze ist keine Lösung für alle.

Im Roman: Kapitel 63 · Was eine Welt verbraucht; Kapitel 64 · Mit offenen Karten.

Kraft für einen gewöhnlichen Tag

Die Inselzeit macht ihn körperlich stärker, ohne Angst, Schmerz und Erschöpfung aufzuheben. In Steinbrücke trägt er Säcke und nimmt einen Hinweis zum gemeinsamen Heben an. Arbeit, Essen, ein unvollkommener Scherz und ein trockenes Dach werden zu einem Anfang außerhalb der großen Versprechen.

Im Roman: Kapitel 21 · Die fremde Hand; Kapitel 50 · Die andere Seite; Kapitel 62 · Das Szepter; Kapitel 65 · Eine Straße für den nächsten Tag.

05 · Rückschau

Die Stationen dieses Bands

Aufnahme auf der Insel

Osver und Livhilde lösen Caspians Fesseln, versorgen ihn und lassen ihn unter klaren Alltagsgrenzen bei sich bleiben.

Im Roman: Kapitel 1 · Eine Tür, hinter der jemand lebt.

Das verlorene Floß

Der gemeinsame Fluchtversuch scheitert. Caspian und Osver ertrinken; danach erinnern Osver und Livhilde die gemeinsam verbrachte Zeit nicht mehr.

Im Roman: Kapitel 20 · Zwei Männer auf dem Wasser; Kapitel 21 · Die fremde Hand.

Die Hoffnung auf ein Erwachen

Osvers Arznei soll einen Ausweg eröffnen. Livhilde und Osver sterben daran und kehren mit veränderten Erinnerungen zurück. Caspian hat das Mittel nicht genommen.

Im Roman: Kapitel 30 · Bis zum Morgen; Kapitel 31 · Wer hat dich hereingelassen?.

Gewalt und der Verlust der Sprache

Osver tötet Livhilde. Nach Caspians zweitem gescheiterten Wasserfluchtversuch leben beide wieder, doch Sprache und autobiografische Erinnerung sind stark eingeschränkt. Ihre Wünsche und Handlungen verschwinden nicht.

Im Roman: Kapitel 39 · Der gedeckte Platz; Kapitel 41 · Das Gesicht am Wasser.

Ein Ausgang für einen Menschen

Die Unterwassertür steht offen. Versuche, das Paar mitzunehmen, scheitern. Caspian entscheidet gegen eine erzwungene Mitnahme, lässt Vorräte und Werkzeuge zurück und verlässt die Insel allein.

Im Roman: Kapitel 46 · Nichts hielt sie zu; Kapitel 48 · Das lose Ende; Kapitel 49 · Was er nicht tun wollte; Kapitel 50 · Die andere Seite.

Der Junge und der Apfel

Caspian begleitet den Jungen, lässt sich von ihm helfen und muss eine gebrochene Zusage eingestehen. Der gegessene Apfel bewirkt kein beobachtetes Wunder. Der Junge verschwindet auf dem Weiterweg.

Im Roman: Kapitel 52 · Der Junge, der weiterwollte; Kapitel 57 · Der Mann, der abbog; Kapitel 59 · Ein einziger Apfel; Kapitel 60 · Was von der Geschichte blieb.

Ein König und der Preis seines Auswegs

Der andere Caspian ist gefangen. Der Sammler erklärt einen geplanten Übergang, der Gefangene endgültig verbrauchen würde. Die ausgehandelten Rechte möglicher Neuankömmlinge schützen die alten Gefangenen nicht.

Im Roman: Kapitel 62 · Das Szepter; Kapitel 63 · Was eine Welt verbraucht; Kapitel 64 · Mit offenen Karten.

Steinbrücke

Caspian kehrt auf eine gewöhnliche Straße zurück und arbeitet für Essen und Unterkunft. Der Kontaktkrug bleibt verschlossen; niemand wird angeworben. Der Weiterweg nach Rußhof ist erst geplant.

Im Roman: Kapitel 65 · Eine Straße für den nächsten Tag.