Gesamtband 27 · Scriptis Verbis 17

Cum Cavillator Orbem Explicavit

Wahrheit, Täuschung und die Versuchung einer Antwort

Die Suche nach dem Tempel führt William Allaway, Seraphina und Aurel nach Süden. Über Wochen hören sie Geschichten, prüfen Erinnerungen und finden Gründe, an ihren vermeintlichen Spuren zu zweifeln. Ein Schausteller weckt schließlich neue Hoffnung: Er behauptet, etwas über den Ort zu wissen, den William unbedingt finden will.

Die Begegnung führt die drei in eine fahrende Gemeinschaft. Seraphina erlebt Nähe und Widerspruch unter Menschen, deren Arbeit sie keineswegs uneingeschränkt gutheißt. Aurel übt eine bestehende Tastschrift, gewinnt Selbstvertrauen und stößt weiterhin an die Grenzen seiner Blindheit. William kann die Kunst der Täuschung durchschauen und sich dennoch von einem Versprechen verführen lassen.

Als ein Junge nach einem vermeintlichen Heilmittel schwer erkrankt, treffen Wissensdurst, ärztliche Verantwortung und die Angst eines Vaters aufeinander. William behandelt den Jungen. Zugleich verspricht er dem gefangenen Schausteller Rettung, wenn dieser ihm die Tempelgeschichte erzählt. Seine Begleiter müssen entscheiden, wie weit sie ihm folgen wollen.

„Cum Cavillator Orbem Explicavit“ setzt die Geschichte von Scriptis Verbis als Reise durch fremde Lebenswelten fort. Im Mittelpunkt stehen die Rollen, die Menschen annehmen, und die Folgen jener Entscheidungen, mit denen sie sich selbst Ausnahmen erlauben.

„Manchmal erhält man für ein ehrliches Nichtwissen weniger Dank als für eine brauchbare Lüge.“
Aurel · Kapitel XLVII
Wahrheit & Täuschung Wissen & Verantwortung Selbstständigkeit & Vertrauen Eine Reise nach Süden