Persönliche Verantwortung
Arendt untersucht, wie Menschen auch innerhalb einer verbrecherischen Ordnung urteilen und handeln. Eine allgemeine Erklärung durch das System erledigt die Frage nach der eigenen Beteiligung nicht.
Personen und Gedanken
1906–1975
Wie bleiben Urteil, Verantwortung und gemeinsame Wirklichkeit unter politischem Druck möglich?
Ein Leseraum für Freude am Philosophieren, eigene Gedanken und die vertiefende Lektüre der Quellen. Zum Hinweis zu Recherche und Quellen.

Hannah Arendt beim ersten Kulturkritikerkongress 1958; Ausschnitt einer Fotografie von Barbara Niggl Radloff.
Barbara Niggl Radloff; Münchner Stadtmuseum, Sammlung Fotografie; Bildausschnitt: Erik den yngre (Wikimedia) · Bildquelle · CC BY-SA 4.0Arendt wuchs in einer deutsch-jüdischen Familie auf, verließ Deutschland 1933 und gelangte nach Jahren in Frankreich 1941 in die USA. Dort arbeitete sie als politische Publizistin und lehrte an mehreren Universitäten. Ihre Erfahrungen von Verfolgung und Staatenlosigkeit stehen im Hintergrund ihrer Untersuchungen von Herrschaft, Freiheit und öffentlichem Handeln.
Arendt untersucht, wie Menschen auch innerhalb einer verbrecherischen Ordnung urteilen und handeln. Eine allgemeine Erklärung durch das System erledigt die Frage nach der eigenen Beteiligung nicht.
Politische Freiheit braucht eine geteilte Welt, in der verschiedene Menschen handeln können. Tatsachen sind verletzlich: Wer Zeugnisse zerstört oder das öffentliche Erinnern beherrscht, verändert die Bedingungen späterer Urteile.
Die Auswahl verbindet zentrale Werke mit den Texten, auf die sich unsere Gespräche beziehen. Ein Nachweis kann zu einer Ausgabe, einem Archiv oder einer wissenschaftlichen Einordnung führen; nicht jeder Text ist frei im Volltext zugänglich.
1951
Untersuchung von Antisemitismus, Imperialismus und totaler Herrschaft.
1958
Arbeiten, Herstellen und Handeln sowie die Bedeutung menschlicher Pluralität.
1964
Persönliches Urteilen und Verantworten unter einer Diktatur.
Hannah Arendt, „Personal Responsibility under Dictatorship“ (1964), in: dies., Responsibility and Judgment, hg. J. Kohn, New York: Schocken 2003, S. 17–48.
Personal Responsibility under Dictatorship, Abschnitt zur cog-theory
Im Gespräch: Band 1, Band 2, Band 5, Band 7, Band 8, Band 9, Band 10, Band 16, Band 18
Hannah Arendt, „Truth and Politics“, The New Yorker, 25.2.1967; in: dies., Between Past and Future, 2. Aufl., New York: Viking 1968; dt. „Wahrheit und Politik“, in: Wahrheit und Lüge in der Politik, München 1972.
Abschn. I, IV, V
Im Gespräch: Band 1, Band 3, Band 7, Band 8, Band 9, Band 10, Band 14, Band 15
Die folgenden Verweise führen zu den jeweiligen Bänden. Handlung und Gesprächsstellen werden dort erst nach der Spoilerfreigabe geöffnet.
Stand: 22. Oktober 2026. Die Kurzbiografie bietet einen Einstieg; die verlinkten Archive und wissenschaftlichen Darstellungen laden zum Weiterlesen ein.
Biografie, zentrale Werke und politische Begriffe.
Institutionelles Archiv mit Manuskripten und Erläuterungen zum Nachlass.