Verhältnismäßigkeit und Begründung
Strafen müssen sich durch ihren gesellschaftlichen Zweck rechtfertigen. Grausamkeit und bloße Machtdemonstration ersetzen keine vernünftige Strafordnung.
Personen und Gedanken
1738–1794
Was rechtfertigt eine Strafe, und welche Verfahren untergraben schon die Suche nach Wahrheit?
Ein Leseraum für Freude am Philosophieren, eigene Gedanken und die vertiefende Lektüre der Quellen. Zum Hinweis zu Recherche und Quellen.

Historisches gemaltes Porträt von Cesare Beccaria.
Eliseo Sala · Bildquelle · GemeinfreiBeccaria wurde in Mailand geboren, studierte in Pavia und gehörte zum Kreis der italienischen Aufklärung um die Brüder Verri. Seine Schrift über Verbrechen und Strafen wurde zu einem wichtigen Bezugspunkt der Strafrechtsreform. Er arbeitete außerdem zu ökonomischen und administrativen Fragen.
Strafen müssen sich durch ihren gesellschaftlichen Zweck rechtfertigen. Grausamkeit und bloße Machtdemonstration ersetzen keine vernünftige Strafordnung.
Folter misst die Widerstandskraft eines Körpers und kann Unschuldige zu falschen Geständnissen treiben. In den Gesprächen berührt das die grundlegende Differenz zwischen erzwungener Aussage und begründetem Urteil.
Die Auswahl verbindet zentrale Werke mit den Texten, auf die sich unsere Gespräche beziehen. Ein Nachweis kann zu einer Ausgabe, einem Archiv oder einer wissenschaftlichen Einordnung führen; nicht jeder Text ist frei im Volltext zugänglich.
1764
Kritik von Folter und Todesstrafe sowie Grundsätze einer verhältnismäßigen Strafordnung.
Cesare Beccaria, Dei delitti e delle pene, Livorno 1764, „Della tortura“; Edizione Nazionale I, Mailand 1984.
Della tortura (Kapitelzählung editionsabhängig)
Die folgenden Verweise führen zu den jeweiligen Bänden. Handlung und Gesprächsstellen werden dort erst nach der Spoilerfreigabe geöffnet.
Stand: 22. Oktober 2026. Die Kurzbiografie bietet einen Einstieg; die verlinkten Archive und wissenschaftlichen Darstellungen laden zum Weiterlesen ein.
Wissenschaftliche Biografie von Franco Venturi.
Italienischer Primärtext zur Folter.