Folgen und Interessen
Bentham beurteilt Handlungen und Regeln danach, wie sie Freude und Leiden beeinflussen. Die Interessen aller Betroffenen sollen dabei berücksichtigt werden; gesellschaftlicher Rang schafft keinen eigenen moralischen Mehrwert.
Personen und Gedanken
1748–1832
Woran lässt sich prüfen, ob Gesetze und Strafen das Leben der Betroffenen verbessern?
Ein Leseraum für Freude am Philosophieren, eigene Gedanken und die vertiefende Lektüre der Quellen. Zum Hinweis zu Recherche und Quellen.

Jeremy Bentham, Detail eines Gemäldes von Henry William Pickersgill.
Henry William Pickersgill; National Portrait Gallery, London · Bildquelle · GemeinfreiJeremy Bentham wurde in London geboren und studierte früh in Oxford. Nach seiner juristischen Ausbildung widmete er sich vor allem Rechtsreform und politischer Theorie. Sein weitläufiges Werk macht das Wohlergehen der Betroffenen zum Maßstab von Institutionen. Es verbindet Reformforderungen mit Entwürfen, deren Kontrollanspruch später scharfe Kritik auslöste.
Bentham beurteilt Handlungen und Regeln danach, wie sie Freude und Leiden beeinflussen. Die Interessen aller Betroffenen sollen dabei berücksichtigt werden; gesellschaftlicher Rang schafft keinen eigenen moralischen Mehrwert.
Strafe verursacht selbst Leid und bedarf daher einer Rechtfertigung durch ihren Nutzen. Seine Arbeiten untersuchen zugleich Kontrolle staatlicher Macht, öffentliche Prüfung und institutionelle Anreize.
Die Auswahl verbindet zentrale Werke mit den Texten, auf die sich unsere Gespräche beziehen. Ein Nachweis kann zu einer Ausgabe, einem Archiv oder einer wissenschaftlichen Einordnung führen; nicht jeder Text ist frei im Volltext zugänglich.
1780/1789
Systematische Darstellung des Nutzenprinzips und der Strafbegründung.
1776
Kritik bestehender Rechts- und Herrschaftsbegründungen.
Die folgenden Verweise führen zu den jeweiligen Bänden. Handlung und Gesprächsstellen werden dort erst nach der Spoilerfreigabe geöffnet.
Stand: 22. Oktober 2026. Die Kurzbiografie bietet einen Einstieg; die verlinkten Archive und wissenschaftlichen Darstellungen laden zum Weiterlesen ein.
Wissenschaftlicher Überblick über das Denken, zentrale Werke und weiterführende Literatur.