Wissen und Macht
Wissensordnungen entstehen in Praktiken, Institutionen und Konflikten. Foucault fragt, wie Menschen als Fälle, Normalfälle und Abweichungen beschrieben und behandelt werden.
Personen und Gedanken
1926–1984
Wie formen Institutionen zugleich unser Wissen über Menschen und die Menschen selbst?
Ein Leseraum für Freude am Philosophieren, eigene Gedanken und die vertiefende Lektüre der Quellen. Zum Hinweis zu Recherche und Quellen.

Michel Foucault bei einer öffentlichen Veranstaltung.
Fotograf unbekannt; Arquivo Nacional, Brasilien, BR RJANRIO EH 0 FOT PPU 07879 · Bildquelle · GemeinfreiFoucault wurde in Poitiers geboren und arbeitete an der Grenze von Philosophie, Geschichte und Humanwissenschaften. Am Collège de France lehrte er die Geschichte der Denksysteme. Seine Forschungen zu Medizin, Gefängnis und Sexualität begleiteten öffentliche politische Interventionen, etwa zur Situation von Gefangenen.
Wissensordnungen entstehen in Praktiken, Institutionen und Konflikten. Foucault fragt, wie Menschen als Fälle, Normalfälle und Abweichungen beschrieben und behandelt werden.
Beobachtung, Vergleich und Prüfung können Körper und Verhalten formen. In den Gesprächen hilft dieser Blick, die alltäglichen Verfahren einer Ordnung neben ihren ausdrücklichen Gesetzen wahrzunehmen.
Die Auswahl verbindet zentrale Werke mit den Texten, auf die sich unsere Gespräche beziehen. Ein Nachweis kann zu einer Ausgabe, einem Archiv oder einer wissenschaftlichen Einordnung führen; nicht jeder Text ist frei im Volltext zugänglich.
1975
Geschichte der Bestrafung und der disziplinierenden Institutionen.
ab 1976
Wissen, Macht und Formen der Selbstbeziehung.
Michel Foucault, Surveiller et punir. Naissance de la prison, Paris: Gallimard 1975; dt. Überwachen und Strafen, Frankfurt a. M. 1976.
Teil I, Kap. 2, S. 42–45 (Gallimard)
Michel Foucault, „La vérité et les formes juridiques“ (Vorträge Rio de Janeiro 1973, 1974), in: Dits et écrits II, Paris: Gallimard 1994, Nr. 139.
Im Gespräch: Band 1
Michel Foucault, Histoire de la sexualité I: La volonté de savoir, Paris: Gallimard 1976, Teil IV, Kap. 2 „Méthode“.
Teil IV, Kapitel 2; der Lektüreverweis folgt der Kapitelgliederung.
Im Gespräch: Band 1
Teil I, Kapitel 2: The spectacle of the scaffold; Abschnitte über Wiederherstellung der Souveränität und Reaktivierung der Macht.
Im Gespräch: Band 2
Panopticism, englische Ausgabe S. 200–203
Im Gespräch: Band 3
Die folgenden Verweise führen zu den jeweiligen Bänden. Handlung und Gesprächsstellen werden dort erst nach der Spoilerfreigabe geöffnet.
Stand: 22. Oktober 2026. Die Kurzbiografie bietet einen Einstieg; die verlinkten Archive und wissenschaftlichen Darstellungen laden zum Weiterlesen ein.
Biografie und Entwicklung seiner historischen Untersuchungen.