Wahrheit durch einen glücklichen Umweg
Ein Schluss kann eine wahre Überzeugung ergeben, obwohl entscheidende Annahmen falsch sind. Der Leseraum prüft damit, ob ein zutreffender Verdacht schon die Methode rechtfertigt, durch die er entstand.
Personen und Gedanken
1927–2021
Kann eine wahre, gut begründete Überzeugung trotzdem noch kein Wissen sein?
Ein Leseraum für Freude am Philosophieren, eigene Gedanken und die vertiefende Lektüre der Quellen. Zum Hinweis zu Recherche und Quellen.

Fotografisches Porträt von Edmund Gettier.
DaveGettier · Bildquelle · CC BY-SA 4.0Gettier studierte an Johns Hopkins und Cornell und lehrte zunächst an Wayne State, später jahrzehntelang an der University of Massachusetts Amherst. Sein kurzer Aufsatz von 1963 veränderte die moderne Erkenntnistheorie nachhaltig. Er zeigte, wie eine Überzeugung durch Glück wahr sein kann, obwohl die Person über scheinbar gute Gründe verfügt.
Ein Schluss kann eine wahre Überzeugung ergeben, obwohl entscheidende Annahmen falsch sind. Der Leseraum prüft damit, ob ein zutreffender Verdacht schon die Methode rechtfertigt, durch die er entstand.
Die Auswahl verbindet zentrale Werke mit den Texten, auf die sich unsere Gespräche beziehen. Ein Nachweis kann zu einer Ausgabe, einem Archiv oder einer wissenschaftlichen Einordnung führen; nicht jeder Text ist frei im Volltext zugänglich.
1963
Zwei Gegenbeispiele gegen die Gleichsetzung von Wissen mit gerechtfertigter wahrer Überzeugung.
Edmund L. Gettier, „Is Justified True Belief Knowledge?“, Analysis 23 (1963), 121–123.
Analysis 23.6 (1963), 121–123
Die folgenden Verweise führen zu den jeweiligen Bänden. Handlung und Gesprächsstellen werden dort erst nach der Spoilerfreigabe geöffnet.
Stand: 22. Oktober 2026. Die Kurzbiografie bietet einen Einstieg; die verlinkten Archive und wissenschaftlichen Darstellungen laden zum Weiterlesen ein.
Institutioneller Nachruf mit Lebensweg und Bedeutung des Aufsatzes.
Gegenbeispiele und ihre Folgen für Wissenstheorien.