Vergebung und ihre Grenze
Vergebung lässt sich weder mit Vergessen noch mit dem bloßen Verstreichen von Zeit gleichsetzen. Seine Auseinandersetzung mit den nationalsozialistischen Verbrechen verschärft die Frage nach dem Unverzeihlichen.
Personen und Gedanken
1903–1985
Was bleibt von einer Schuld, wenn Zeit vergangen ist und Vergebung erhofft wird?
Ein Leseraum für Freude am Philosophieren, eigene Gedanken und die vertiefende Lektüre der Quellen. Zum Hinweis zu Recherche und Quellen.
Vladimir Jankélévitch war ein französischer Philosoph und Musikschriftsteller. Das Vichy-Regime entließ ihn wegen seiner jüdischen Herkunft aus dem Hochschuldienst; er beteiligte sich an der Résistance. Von 1951 bis 1978 lehrte er Moralphilosophie an der Sorbonne.
Vergebung lässt sich weder mit Vergessen noch mit dem bloßen Verstreichen von Zeit gleichsetzen. Seine Auseinandersetzung mit den nationalsozialistischen Verbrechen verschärft die Frage nach dem Unverzeihlichen.
Was geschehen ist, kann nicht ungeschehen werden. Gerade die Einmaligkeit eines Augenblicks verleiht Entscheidungen, Versäumnissen und späterer Reue Gewicht.
Die Auswahl verbindet zentrale Werke mit den Texten, auf die sich unsere Gespräche beziehen. Ein Nachweis kann zu einer Ausgabe, einem Archiv oder einer wissenschaftlichen Einordnung führen; nicht jeder Text ist frei im Volltext zugänglich.
1967
Die Untersuchung fragt nach dem Verhältnis von Vergebung, Zeit, Entschuldigung und dem unwiderruflichen Charakter geschehener Verletzungen.
Die folgenden Verweise führen zu den jeweiligen Bänden. Handlung und Gesprächsstellen werden dort erst nach der Spoilerfreigabe geöffnet.
Stand: 22. Oktober 2026. Die Kurzbiografie bietet einen Einstieg; die verlinkten Archive und wissenschaftlichen Darstellungen laden zum Weiterlesen ein.
Biografische Darstellung der Universität Lille über Jankélévitchs akademischen Weg und sein Wirken.