Die zwei Körper des Königs
Seine berühmte Untersuchung verfolgt die Unterscheidung zwischen dem sterblichen Herrscher und der überdauernden Würde des Amtes. Recht, Theologie und politische Vorstellungskraft greifen dabei ineinander.
Personen und Gedanken
1895–1963
Wie kann ein politisches Amt über die sterbliche Person seines Inhabers hinausbestehen?
Ein Leseraum für Freude am Philosophieren, eigene Gedanken und die vertiefende Lektüre der Quellen. Zum Hinweis zu Recherche und Quellen.

Ernst Kantorowicz auf einer Fotografie von Franz Grainer aus dem Jahr 1921.
Franz Grainer (1871–1948) · Bildquelle · GemeinfreiErnst Kantorowicz war ein in Posen geborener Historiker des Mittelalters. Zunächst nationalistisch geprägt und dem George-Kreis verbunden, wurde er unter dem Nationalsozialismus als Jude aus dem deutschen Universitätsleben verdrängt. Er emigrierte in die USA, lehrte in Berkeley und wechselte nach dem Streit um einen Loyalitätseid an das Institute for Advanced Study in Princeton.
Seine berühmte Untersuchung verfolgt die Unterscheidung zwischen dem sterblichen Herrscher und der überdauernden Würde des Amtes. Recht, Theologie und politische Vorstellungskraft greifen dabei ineinander.
Kantorowicz liest juristische Texte zusammen mit Bildern, Liturgie und Dichtung. So wird sichtbar, wie Herrschaft durch kulturelle Formen verständlich und verbindlich gemacht wird.
Die Auswahl verbindet zentrale Werke mit den Texten, auf die sich unsere Gespräche beziehen. Ein Nachweis kann zu einer Ausgabe, einem Archiv oder einer wissenschaftlichen Einordnung führen; nicht jeder Text ist frei im Volltext zugänglich.
1957
Studie zur politischen Theologie des Mittelalters.
1946
Liturgische Akklamationen und Herrschaft.
Die folgenden Verweise führen zu den jeweiligen Bänden. Handlung und Gesprächsstellen werden dort erst nach der Spoilerfreigabe geöffnet.
Stand: 22. Oktober 2026. Die Kurzbiografie bietet einen Einstieg; die verlinkten Archive und wissenschaftlichen Darstellungen laden zum Weiterlesen ein.
Informationen zu Lebensweg, Forschungsgebieten und ausgewählten Veröffentlichungen.
Akademischer Lebenslauf mit Stationen, Arbeitsgebieten und Veröffentlichungen.