Personen und Gedanken

Laktanz

um 250–um 325

Wie lässt sich eine religiöse Lebensform gegenüber den gelehrten Traditionen ihrer Zeit begründen?

Alle Personen

Ein Leseraum für Freude am Philosophieren, eigene Gedanken und die vertiefende Lektüre der Quellen. Zum Hinweis zu Recherche und Quellen.

Darstellung des Laktanz in der großen Initiale M einer Handschrift der Divinae institutiones, um 1456. Die Buchmalerei zeigt eine spätere Vorstellung des Autors.

Darstellung des Laktanz in der großen Initiale M einer Handschrift der Divinae institutiones, um 1456. Die Buchmalerei zeigt eine spätere Vorstellung des Autors.

Ser Ricciardo di Nanni / J. Paul Getty Museum, Ms. Ludwig XI 1 (83.MN.120), fol. 2 · Bildquelle · CC0 – ohne urheberrechtliche Nutzungsbeschränkung

Das Getty Museum gibt diese Abbildung im Open-Content-Programm unter CC0 frei.

Leben und Werk

Laktanz war ein lateinischer Rhetoriklehrer und christlicher Schriftsteller der Spätantike. Er stammte wahrscheinlich aus dem römischen Nordafrika und lehrte in Nikomedia. Die Verfolgung der Christen unter Diokletian prägte sein Umfeld. Später wirkte er im Umfeld Konstantins; seine Schriften nutzen klassische Bildung zur Verteidigung des Christentums.

Gedanken, die weiterführen

Rhetorik und Glaubensbegründung

Die Divinae institutiones verbinden Kritik antiker Kulte und philosophischer Schulen mit einer systematischen christlichen Unterweisung. Ihr Anspruch ist ausdrücklich apologetisch und gehört in die religiösen Auseinandersetzungen der Spätantike.

Religion als Bindung

Laktanz leitet religio von religare, also binden, ab. Diese Deutung verdeutlicht sein Verständnis der Bindung an Gott; als sprachgeschichtliche Erklärung ist sie von einer gesicherten modernen Etymologie zu unterscheiden.

Werke und Lektüre

Die Auswahl verbindet zentrale Werke mit den Texten, auf die sich unsere Gespräche beziehen. Ein Nachweis kann zu einer Ausgabe, einem Archiv oder einer wissenschaftlichen Einordnung führen; nicht jeder Text ist frei im Volltext zugänglich.

Divinae institutiones

frühes 4. Jahrhundert

Christliche Unterweisung; Buch IV, Kapitel 28 behandelt die Deutung von religio.

Werk oder Nachweis öffnen

In den Gesprächen verwendete Texte

Divinae institutiones

IV28

Text oder Nachweis öffnen

Im Gespräch: Band 13

In den Gesprächen

Die folgenden Verweise führen zu den jeweiligen Bänden. Handlung und Gesprächsstellen werden dort erst nach der Spoilerfreigabe geöffnet.

Quellen und weiterführende Informationen

Stand: 22. Oktober 2026. Die Kurzbiografie bietet einen Einstieg; die verlinkten Archive und wissenschaftlichen Darstellungen laden zum Weiterlesen ein.