Forschungsprogramme
Eine Theorie wird selten wegen eines einzelnen widersprechenden Befunds aufgegeben. Lakatos betrachtet Reihen zusammenhängender Theorien und fragt, ob ihre Veränderungen neue Erklärungs- und Vorhersagekraft gewinnen.
Personen und Gedanken
1922–1974
Wann schützt eine Theorie eine fruchtbare Forschung, und wann wird sie nur gegen Einwände abgeschirmt?
Ein Leseraum für Freude am Philosophieren, eigene Gedanken und die vertiefende Lektüre der Quellen. Zum Hinweis zu Recherche und Quellen.
Imre Lakatos wurde in Ungarn geboren und gelangte nach dem Aufstand von 1956 nach Großbritannien. An der London School of Economics arbeitete er zur Philosophie der Mathematik und der Wissenschaft. Seine Untersuchungen verbinden die Geschichte wirklicher Forschung mit Maßstäben rationaler Kritik.
Eine Theorie wird selten wegen eines einzelnen widersprechenden Befunds aufgegeben. Lakatos betrachtet Reihen zusammenhängender Theorien und fragt, ob ihre Veränderungen neue Erklärungs- und Vorhersagekraft gewinnen.
Mathematische Begriffe und Beweise können sich im Streit um Gegenbeispiele verändern. Die Entwicklung eines Problems gehört damit zum Verständnis seines rationalen Gehalts.
Die Auswahl verbindet zentrale Werke mit den Texten, auf die sich unsere Gespräche beziehen. Ein Nachweis kann zu einer Ausgabe, einem Archiv oder einer wissenschaftlichen Einordnung führen; nicht jeder Text ist frei im Volltext zugänglich.
1976; zuvor Aufsätze 1963–1964
Anhand eines mathematischen Dialogs zeigt Lakatos, wie Beweise, Gegenbeispiele und Begriffsänderungen gemeinsam die Entwicklung von Wissen vorantreiben.
Radiovortrag von 1973
Die folgenden Verweise führen zu den jeweiligen Bänden. Handlung und Gesprächsstellen werden dort erst nach der Spoilerfreigabe geöffnet.
Stand: 22. Oktober 2026. Die Kurzbiografie bietet einen Einstieg; die verlinkten Archive und wissenschaftlichen Darstellungen laden zum Weiterlesen ein.
Wissenschaftlicher Übersichtsartikel der Stanford Encyclopedia of Philosophy zu Leben, philosophischen Positionen und weiterführender Literatur.