Eigenständigkeit der Pflicht
Prichard bezweifelt, dass sich moralische Verpflichtung aus persönlichem Vorteil oder aus dem Wert eines erwarteten Ergebnisses ableiten lässt. Die Einsicht, etwas tun zu sollen, besitzt für ihn einen eigenen Charakter.
Personen und Gedanken
1871–1947
Was macht eine Handlung verpflichtend, und was tun wir eigentlich, wenn wir handeln?
Ein Leseraum für Freude am Philosophieren, eigene Gedanken und die vertiefende Lektüre der Quellen. Zum Hinweis zu Recherche und Quellen.
Harold Arthur Prichard studierte in Oxford zunächst Mathematik und anschließend klassische Altertumswissenschaft und Philosophie. Nach kurzer juristischer Tätigkeit kehrte er an die Universität zurück und wurde später Professor für Moralphilosophie. Er gehörte mit W. D. Ross zu den britischen Intuitionisten und arbeitete außerdem über Erkenntnis und Wahrnehmung.
Prichard bezweifelt, dass sich moralische Verpflichtung aus persönlichem Vorteil oder aus dem Wert eines erwarteten Ergebnisses ableiten lässt. Die Einsicht, etwas tun zu sollen, besitzt für ihn einen eigenen Charakter.
Seine Handlungstheorie unterscheidet eine hervorgebrachte Veränderung von der Tätigkeit des Handelnden. In seinen späteren Überlegungen fasst er das Wollen als grundlegende geistige Tätigkeit; bloßes Wünschen erklärt diese Tätigkeit noch nicht.
Die Auswahl verbindet zentrale Werke mit den Texten, auf die sich unsere Gespräche beziehen. Ein Nachweis kann zu einer Ausgabe, einem Archiv oder einer wissenschaftlichen Einordnung führen; nicht jeder Text ist frei im Volltext zugänglich.
1945; postum 1949 veröffentlicht
Untersuchung des Unterschieds zwischen Tätigkeit, bewirkter Veränderung und Begehren.
1912
Kritik verbreiteter Versuche, moralische Verpflichtung herzuleiten.
Die folgenden Verweise führen zu den jeweiligen Bänden. Handlung und Gesprächsstellen werden dort erst nach der Spoilerfreigabe geöffnet.
Stand: 22. Oktober 2026. Die Kurzbiografie bietet einen Einstieg; die verlinkten Archive und wissenschaftlichen Darstellungen laden zum Weiterlesen ein.
Wissenschaftlicher Überblick über das Denken, zentrale Werke und weiterführende Literatur.
Text des genannten Werks; Angaben zu Sprache, Übersetzung und Ausgabe stehen auf der verlinkten Seite.