Gesamtband 22 · Scriptis Verbis 14
Caecus Natus, Caecus Factus
Recht, Macht und Mitgefühl ohne Vergebung
William kehrt mit Bethany und Seraphina nach Krasnoyang zurück. Ihr Haus soll ein Ort zum Arbeiten und Leben werden. Im Verborgenen versorgen sie jedoch Aurel, den erblindeten Hochinquisitor von Valdris. William hat ihn gerettet; was zwischen ihnen steht, ist damit nicht aus der Welt.
Severik Haldanus, Sonderermittler des Großkönigs, verlangt Auskunft über die Forschung in der Roten Festung und den Verbleib verschwundener Menschen. Über Monate weitet sich der Zugriff seiner Leute auf die Stadt aus. Die drei setzen ihre Arbeit fort, behandeln, unterrichten und fragen nach. Dabei erfahren sie, wie gefährlich selbst ein berechtigter Einwand werden kann.
Als ein Mord auch ihre Arbeit ins Visier des Sonderermittlers rückt, muss William sein Wissen gegen einen Gegner einsetzen, der den Schutz des Rechts immer enger fasst. Bethany und Seraphina tragen eigene Ermittlungen und Entscheidungen; ihre Fehler können andere Menschen treffen. Aurels langsame Fortschritte im Alltag verändern zugleich die Nähe im Haus, ohne seine Vergangenheit zu tilgen.
Scriptis Verbis XIV erzählt von Mitgefühl ohne Vergebung, von Wissen unter politischem Druck und von Menschen, die ein Zuhause aufbauen, während die Ordnung um sie herum ihre Gestalt verändert.
„Ich wollte fertig werden und hielt das für dasselbe wie Können. Als ob ich einem Wort nichts mehr schuldig wäre, sobald es auf dem Blatt stand.“