Gesamtband 29 · Scriptis Verbis 19
Coactum, fictum, factum: Vis
Was kostet Hilfe, wenn jemand anders den Preis bezahlt?
Auf dem Karren liegt die steinerne Tafel, die William dem Gelehrten Weren zeigen will. An einer Biegung im Wald versperrt ein Baum die Straße. Seraphina hält die Stute an. Der Mann, zu dem die drei Reisenden von dort gebracht werden, hat William zuletzt an seiner brennenden Burg gesehen. Damals hat William seinen Sohn behandelt. Jetzt hört er von Odran, was aus dem Jungen geworden ist.
In »Coactum, fictum, factum: Vis« macht William seinem alten Feind ein Angebot. Er kann eine Auszahlung von seinem Konto in Eisenburg anfordern. Odran lässt ihn nach Dryswick gehen und behält Seraphina und Aurel bei sich. Sobald die Bank antwortet, soll William mit dem Geld zurückkommen. In der Zwischenzeit könnte er nach Hilfe suchen. Doch Rauven, der ihn begleiten soll, möchte seinen Anteil haben. Selbst als William mit der Frau im Handelshaus über sein eigenes Konto spricht, hört Rauven zu.
Seraphina will wissen, wann das Lager verlegt wird und ob Aurel bei einem Aufbruch auf dem Wagen mitfahren darf. Sie fragt den jungen Mann, der ihnen morgens das Essen bringt. Er hört ihr zu. Manchmal kann sie sich sogar ein Stück weit auf ihn verlassen. Als er mit Aurel in den Wald geht, muss sie drinnen bleiben. In Dryswick steht William vor Melvians Zirkuswagen. Auch er könnte jetzt jemanden brauchen, der ihm zuhört. Melvian erinnert sich noch gut daran, was William einst für seine Hilfe von ihm verlangt hat.
„Ich verlange nicht, dass ihr für mich sterbt.“
„Das verlangt niemand am Anfang.“
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