Gesamtband 28 · Scriptis Verbis 18

Nil Nisi Stella Sol

Wer entscheidet, wann es Zeit zur Umkehr ist?

Die Spur zum Tempel führt William Allaway, Seraphina und Aurel in die Wüste. Was sich an einem Tisch aus Büchern erschließen ließ, muss nun zwischen Wasserstellen, langen Wegen und fremden Sprachen bestehen. Menschen, die dort zu Hause sind, kennen Gefahren und Überlieferungen, von denen William wenig weiß. Er braucht ihre Hilfe und muss zugleich lernen, die eigenen Gefährten anzuhören.

Seraphina will selbst forschen. Aurel verlangt, trotz seiner Blindheit über seinen Weg mitzuentscheiden. William möchte erfahren, was von der alten Welt geblieben ist. Als die Vorräte schwinden und der verabredete Zeitpunkt zur Umkehr näherkommt, werden aus diesen unterschiedlichen Wünschen Entscheidungen mit ernsten Folgen.

Fern davon führt Bethany die Praxis in Krasnoyang weiter und zieht ihre Tochter Carisophia auf. Gemeinsam mit anderen Ärzten will sie die Behandlung der Menschen verbessern. Eigene Zubereitungen und abgestimmte Termine könnten vieles erleichtern. Doch unter der neuen Ordnung verteidigt Ignazius von Höhlenstein seine Macht über die Arzneiversorgung. Auch der Bürgermeister wendet sich gegen Bethany. Sie muss um ihre fachliche Unabhängigkeit kämpfen und Hilfe finden, während William ihre Nachrichten nicht lesen kann.

„Nil Nisi Stella Sol“ erzählt von der Begeisterung für Erkenntnis und von den Menschen, die auf einen Forschenden warten. Abenteuer, Erinnerung und die Fragen einer sich verändernden Stadt verbinden sich zu einer Geschichte über Selbstbestimmung, Verantwortung und die Grenzen des eigenen Wissens.

„Würde ich Euch alles sagen, was ich weiß, so wüsstet Ihr nichts von dem, was ich weiß.“
Kapitel XLIII · Vox in tenebris
Erkenntnis und Erfahrung Selbstbestimmung Ärztliche Unabhängigkeit Die Reise zum Tempel