Scriptis Verbis · Band 17 der Reihe
Praeterita Futuri Magistra
Rückkehr nach Eisenburg
Williams Rückkehr nach Eisenburg weckt Erinnerungen an Thorne. Berkanor, der sie beide kannte, möchte er so bald wie möglich besuchen. Gregorius von Walthersaar bringt ihn jedoch zuerst zum Großkönig. Nathanael Vivas braucht seine Kenntnisse für eine Mordermittlung. Die Anschläge dauern seit ungefähr einem Jahr an; der König ist überzeugt, dass sie auf seinen eigenen Tod zielen.
William und Gregorius suchen nach einem Täter, dessen Spuren bislang keine verlässliche Erklärung zulassen. Während der Arzt auf verwertbare Ergebnisse drängt, wird für William immer wichtiger, was die Opfer getan haben. Ein Lehrer hat Kindern einen Anfang ermöglicht. Ein Gelehrter wollte Wissen zugänglich machen. Andere halfen Menschen, deren Anliegen wenig Gewicht hatten. Ihre Arbeit ist mit ihrem Tod nicht einfach auf einen Nachfolger übergegangen.
In Gesprächen mit Angehörigen, Mitarbeitern und Hilfesuchenden lernt William eine Stadt kennen, die sich hinter den großen Namen der Macht nur unvollständig erkennen lässt. Der königliche Auftrag öffnet ihm Türen. Er gibt ihm aber keine Antwort darauf, wie gerecht die Ordnung ist, in deren Namen er handelt.
Zur selben Zeit verändert ein Wiedersehen sein Leben im Palast: Sein Vater Samuel lebt dort unter königlichem Schutz. William hat ihn vermisst. Nun können sie miteinander lesen, über alte Gewohnheiten lachen und eine gemeinsame Mahlzeit verabreden. Die Nähe legt zugleich offen, was zwischen ihnen ungeklärt geblieben ist. Samuel will leben und arbeiten können. William verlangt Antworten auf Entscheidungen, deren Folgen ihn seit Jahren begleiten.
Auch Eugène und Élisabeth gehören zu den Menschen, denen er hier wieder begegnet. Berkanor erinnert ihn an Thorne, Briefe verbinden ihn mit Bethany und mit der Vorstellung einer eigenen Zukunft. Während die Ermittlung ihn immer tiefer in Eisenburg führt, versucht William zu begreifen, was von seiner Vergangenheit bleiben soll und was er anders leben möchte.
Ein alter Schlüssel bringt ihn und Samuel vor eine weitere Grenze ihres Wissens. Sie können seine Schrift lesen, ohne zu verstehen, was sie bewirken könnte. Vertraute Gedanken über Glauben, Sprache und Macht stehen plötzlich in einem Zusammenhang, den keiner von ihnen sicher erklären kann.
Praeterita Futuri Magistra führt die Geschichte William Allaways als politische Mordermittlung und persönliche Rückkehr fort. Ein philosophischer Fantasyroman über gesellschaftliche Veränderung, geheimes Wissen und die schwierige Nähe zwischen Vater und Sohn.
„Der königliche Auftrag öffnet ihm Türen. Er gibt ihm aber keine Antwort darauf, wie gerecht die Ordnung ist, in deren Namen er handelt.“